Rinderhüftsteak braten

Rinderhüftsteak zubereiten ist einfacher, als man denkt! Allerdings kann man einiges falsch machen und das Rinderhüftsteak gleicht dann eher einer alten Schuhsohle. Das kann man vermeiden.

Vorbereitung

Für Rinderhüftsteak eignet sich dunkles, gut abgehangenes Fleisch

Für Rinderhüftsteak eignet sich dunkles, gut abgehangenes Fleisch

Das Rinderhüftsteak wird saftig und zart, wenn man beim Kauf besonderes Augenmerk auf die Qualität des rohen Fleisches legt. Es sollte dunkelrot und gut abgehangen sein. Solches Fleisch bekommt man leider nicht an der Fleischtheke des Supermarktes, dort findet man hellrotes Steak von minderer Qualität. Beim Metzger kann man gut abgehangenes, dunkles Fleisch aus der Hüfte des Rindes bekommen, das dann als Rinderhüftsteak aromatisch und saftig eine Delikatesse sein wird. Nicht zu dünn sollte es sein! Mindestens 2-3 cm Dicke sind ideal.

Wichtig ist, das Fleisch vor der Zubereitung in Raumtemperatur ca. 1 Stunde ruhen zu lassen. Auch die Auswahl der richtigen Pfanne gehört zu den Vorbereitungen. Eine schwere Grillpfanne verteilt die Wärme am besten. Beschichtete Pfannen helfen Fett sparen, können aber nicht so heiß erhitzt werden. Edelstahlpfannen haben den Nachteil, dass Bratgut kleben bleiben kann und beim Wenden des Rinderhüftsteaks reißen dann die Fleischfaser und der kostbare Fleischsaft tritt aus.

Vor dem Braten bitte das Fleisch noch einmal mit Küchenpapier trocken tupfen, damit das Rinderhüftsteak beim braten nicht so sehr spritzt. Dann heizen Sie den Backofen vor. Die Temperatur kann zwischen 70° und 140° Celsius liegen. Damit Ihr Bratgut zart wird, sollte man eine sanfte Methode wählen. Das heißt: Sehr kurz anbraten und dafür etwas länger im Backofen belassen.

Das richtige Anbraten

Sehr gut eignet sich Butterschmalz zum Anbraten. Die Pfanne muss beim Anbraten sehr heiß sein. Ob die Hitze ausreichend ist, lässt sich mit einem einfachen Trick überprüfen. Hält man einen Holzlöffel in das Fett und es bilden sich kleine Bläschen daran, kann das Steak in die Pfanne. Aber bitte vorher nicht salzen! Das kurze Anbraten darf pro Seite 60, höchstens aber 90 Sekunden dauern. Jetzt werden die Stücke aus der Pfanne genommen und mit Salz und grobgemahlenem Pfeffer gewürzt, bevor sie in den vorgeheizten Backofen, direkt auf das Rost gelegt werden.

Woran erkennt man den Gargrad?

Wer es moderner mag, dem empfiehlt sich der Einsatz eines Bratenthermometers.
Hat man den Fühler in das Rinderhüftsteak gesteckt, kann man die Kerntemperatur ablesen. Bleibt nur die Frage: Soll das Steak “Englisch” oder “Medium” auf den Teller?
Bei einer Kerntemperatur von 60° erreicht das Rinderhüftsteak den saftigen “Medium” Zustand. Bei Temperaturen darunter ist es perfekt für die, die ihr Steak blutig mögen und ab 70° kann man davon ausgehen, das man das Fleisch durchgebraten hat, “Well done” also.

Bei der Niedrigtemperaturmethode kann der Aufenthalt des Rinderhüftsteaks im Backofen schon mal eine Stunde bei niedriger Temperatur dauern. Bei mittlerer Hitze reichen 5-10 Minuten. Wer lieber mit dem Fingertest den optimalen Bratenzustand herausfinden möchte, drückt mit Daumen und Zeigefinger in das Fleisch. Gibt es sehr nach, ist es noch roh und blutig. Gibt es auf den Druck von Daumen und Ringfinger nur mäßig nach, wird das Steak rosa “Medium” gebraten sein. Bietet das Fleisch dem kleinen Fingen kaum Widerstand, dann ist es mit Sicherheit gut durchgebraten.

Anrichten und Beilagen

Außen eine schöne Kruste und innen leicht rosa – so sollte es sein!
Vergessen Sie auch nicht die Rückstände in der Bratpfanne mit Brühe, Wein und Sahne abzulöschen! Schon haben Sie eine wunderbare Soße! Das Steak wird mit Kräuterbutter, Zwiebelringen oder mit Salat angerichtet. Guten Appetit!

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